Die Kunst ist wie eine Forschungsarbeit und lebt immer im zyklischen Prozess des Betriebsgeschehens. Genau darum geht es in den „Bildmodellen“. Eine Serie, die wir vor zwei Jahren als konzeptuelle und malerische Experimente angefangen haben. Die Bildmodelle stellen eine Auseinandersetzung mit der „Entstehung des Bildes“ dar und interpretieren es als eine Art Bildmaschine. Referenzen finden wir in den Fließbändern, Prozessen der Automatisierung und wegen unserer speziellen grafischen Erfahrung in den Druckmaschinen. Der Dialog ist hier wieder wichtig, denn beim Bewegen der Rollen entsteht in der Imagination ein neues Bild. Die Bildmodelle sind eine Interpretation des künstlerischen Prozesses, der auf Betrachter*innen überspringt.

 

Die Objekte, die gleichzeitig Installationen sind, bestehen aus Rollen und einer mechanischen Hängung. Die Rollen sind mit Leinwandstoff bezogen und mit einer oder mehreren Farben übergossen. Manchmal liegt hinter eine Rolle eine konkrete Idee, aber meistens überträgt es ein Gefühl von ständiger Wiederholung. Diese unendliche Wiederholung ist auch das wichtigste Teil eines künstlerisches Prozesses, das auf sich selbst fixiert ist und in dem Betriebsgeschehen zu sehen ist.



Bildmodell Schwarz-Weiße Grafik , 2018, 115 x 155 x 6 cm
Bildmodell Schwarz-Weiße Grafik , 2018, 115 x 155 x 6 cm